Mehr Speed für WordPress: Mit wenigen Schritten ans Ziel – t3n Magazin



Geschwindigkeit ist auch 2017 keine Hexerei, doch sie ist absolut notwendig, um die Besucher deiner Website zu begeistern und auch Google von ihr zu überzeugen. Warum ausgerechnet WordPress-Seiten häufig langsam sind und wie du die Geschwindigkeit deiner Seite verbessern kannst, und zwar ganz ohne Programmierkenntnisse oder Eingriffe in den Code, darum soll es heute gehen.

Warum sind ausgerechnet WordPress-Seiten häufig so langsam?

WordPress ist das beliebteste CMS der Welt, nicht zuletzt wegen seiner einfachen Bedienung und dem kostenlosen Download. Auch das Hosting muss nicht viel kosten, und zudem gibt es unzählige Erweiterungen sowie Themes zur Auswahl. Toll! Also nimmt man den billigsten Hoster, probiert 20 Themes aus (die natürlich alle nicht aus der Datenbank gelöscht werden) und verstopft das Backend mit 50+ Plugins, um sich dann über die lahme Performance zu wundern. WordPress-Seiten sind also häufig langsam, weil sie falsch bedient und überladen werden. Das muss nicht sein! Um eine funktionale und performante Seite aufzubauen, sollte man strukturiert vorgehen und gleich die richtigen Entscheidungen treffen. Die erste Entscheidung betrifft den Hoster.

Der passende Hoster für mehr Geschwindigkeit

Du brauchst eine Domain, passende E-Mail-Adressen und einen Platz, wo deine Software läuft. Für diese Aufgaben suchst du den passenden Hoster, was eine Wissenschaft für sich sein kann. Natürlich präsentieren sich alle Firmen in den schillerndsten Farben und auch auf die Berichte aus dem Netz kann man sich nicht immer verlassen – hat ein Hoster ein Affiliateprogramm, dann wirst du sicherlich viele begeisterte Berichte zu lesen bekommen. Wie aber findest du nun das passende Hosting?

Wenn du nur für dein Hobby bloggen möchtest, dann kannst du bei der Wahl des Hosts nicht viel falsch machen und bist sogar mit einer 1-Klick-Installation gut bedient, denn du sparst Zeit, weil du WordPress nicht selbst herunterladen und installieren musst. Wenn du dann bei deinem Blog meine anderen Tipps beachtest, wirst du wahrscheinlich keine großen Probleme mit der Performance bekommen. Du teilst dir zwar den Server mit vielen anderen Nutzern, doch die moderaten Zugriffszahlen gleichen das wieder aus.

Wenn du jedoch zu professionellen Zwecken bloggen willst und viel Traffic über deine Seite geht, dann ist ein Managed-WordPress-Hosting für dich die richtige Wahl. Im Gegensatz zu den anderen Anbietern sind diese Hoster auf WordPress spezialisiert, andere Software läuft dort gar nicht. Der Server und die Software sind perfekt aufeinander abgestimmt, sodass du mit einer optimalen Performance rechnen kannst. Du zahlst zwar etwas mehr, musst dich aber um wenig kümmern.

Manche Anbieter versprechen ein WordPress-Hosting, doch das bedeutet nur, das WordPress schon vorinstalliert ist. Dabei handelt es sich jedoch nicht um Managed-WordPress-Hosting.

Worauf solltest du sonst noch bei der Wahl deines Hosters achten?

  • Halte dich von Knebelverträgen mit langen Laufzeiten fern.
  • Achte auf einmalige Einrichtungskosten und andere Zusatzgebühren.
  • Nimm nicht den billigsten Anbieter.
  • Wenn dein Englisch zu wünschen übrig lässt, wähle einen Anbieter, der deutschsprachigen Support anbietet.
  • Starte klein – upgraden ist in den meisten Fällen kein Problem.

Wie das Theme die Geschwindigkeit deiner WordPress-Seite beeinflusst

Nachdem du dich für einen Hoster entschieden und WordPress installiert hast, geht es an das Einrichten deiner Seite. Der Look und die grundlegenden Funktionen werden durch das Theme bestimmt. Es gibt eine Vielzahl von kostenlosen Themes zur Auswahl, ebenso gibt es zahlreiche Anbieter von Profi-Themes, die für die verschiedensten Einsatzmöglichkeiten bereits vorbereitet sind. Es gibt zudem einige Anleitungen im Netz, wie du ein vorhandenes Theme bezüglich der Geschwindigkeit anpassen kannst. Doch darum soll es heute nicht gehen, denn die Frage ist: Wie findet jemand ohne Programmierkenntnisse ein schnelles Theme, um die Performance seiner Seite zu beeinflussen?

Die Antwort ist einfach: Keep it simple. Je schlichter und minimalistischer das gewählte Theme ist, umso besser wird deine Performance sein. Ein Theme, das sich für die verschiedensten Zwecke anpassen lässt, ist hierfür weniger gut geeignet. Schlicht und klar sollte es sein, und möglichst wenige dynamische Elemente enthalten. Dann ist es häufig ein schnelles Theme.

Entscheidend für die Performance: Plugins

Wenn du ein schnelles Blog haben willst, dann solltest du mit Plugins definitiv sparsam umgehen, auch wenn es schwerfällt. Es gibt so viele tolle Funktionen und Tools, doch das nutzt nichts, wenn die Besucher genervt von deiner Seite wegklicken, weil sie die gewünschten Infos woanders schneller bekommen. Lieber eine Handvoll Erweiterungen, dann aber richtig gute, als sich das Backend zu verstopfen und das eigene Blog lahmzulegen.
Plugins sind nicht nur Performance-Killer, sondern können auch zum Einfallstor für Hacker werden – achte also genau darauf, was du installierst. Wirklich brauchen wirst du nur ein Antispam-Plugin, ein SEO-Plugin und Erweiterungen für das Caching und die Optimierung deiner Bilder. Zu den letzten beiden Punkten kommen wir jetzt.

Unverzichtbar bei WordPress: Das Caching

Wenn du kein Caching anwendest, bekommst du umso mehr Probleme, je häufiger deiner Seite aufgerufen wird. Bei WordPress handelt es sich nämlich um eine durch und durch dynamische Seite. Das bedeutet, dass sie bei jedem Aufruf aus ihren Einzelteilen neu zusammengesetzt wird, was natürlich eine Menge Ressourcen verbraucht. Alle einzelnen Bestandteile wie das Theme, deine Plugins, deine Inhalte, die Sidebar, der Footer, die Menüs und alle Funktionen werden bei jedem Aufruf zu einer Einheit zusammengefügt und als HTML-Seite ausgegeben.

Das ist viel Aufwand für einen Seitenaufruf, vor allem wenn man bedenkt, dass im besten Fall viele Leute deine Seite aufrufen. Wenn die Besucherzahlen anfangen, für dich interessant zu werden, geht dein Server in die Knie. Diesem Problem gehst du mit einem Caching-Plugin http://t3n.de/news/wordpress-caching-plugins-326148/ aus dem Weg, durch das die fertige Seite gespeichert und beim Aufruf der Seite als Ganzes ausgegeben wird. Das ist doch eigentlich ganz einfach, wird allerdings von vielen Seitenbetreibern nicht gemacht.

Der letzte Punkt auf dieser elementaren Liste rund um die WordPress-Geschwindigkeit dreht sich um deine Bilder.



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